SRF Film "Zwiespalt" gewinnt Hauptpreis in Baden-Baden

Der SRF Schweizer Film "Zwiespalt" wurde mit einer der bedeutendsten Auszeichnungen für deutschsprachige Fernsehproduktionen geehrt. Im Rahmen des FernsehfilmFestivals Baden-Baden 2017 gewinnt der Film, eine Produktion von SRF und Plan B Film, den Hauptpreis des Festivals - den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. In Nebenrollen Amandeep mit ihrer Tochter Aarzu von kinderagenturswiss.ch

 

Das FernsehfilmFestival Baden-Baden zeigt jährlich die zwölf besten Produktionen im Bereich deutschsprachiger Fernsehfilm. Sämtliche Fernsehsender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz reichen ihre wichtigsten und gelungensten Produktionen ein. Eine hochdotierte Fachjury verleiht den Preis.

 

«Zwiespalt» ist ein Film über Menschen, die stellvertretend für die Gesellschaft in zwei umstrittenen und exponierten Bereichen Verantwortung übernehmen. Nachdem ein in den Hafturlaub entlassener Täter nicht zurückkehrt und eine junge Frau stirbt, kämpft der mit dem Fall betraute forensische Psychiater Roman Mettler verzweifelt gegen die Konsequenzen an. Dabei hilft ihm eine Kantonspolizistin, die ihrerseits mit den Folgen ihrer Tätigkeit als Begleiterin bei Ausschaffungsflügen konfrontiert wird. Ein differenziertes Drama von Regisseurin Barbara Kulcsar und Autorin Natascha Beller mit Martin Rapold und Isabelle Barth in den Hauptrollen.

 

Die Begründung der Jury lautet: «Es ist keine Frage, dass wir in unruhigen Zeiten leben, dass viele Menschen um sicher Geglaubtes fürchten. In wieweit dies Fernsehfilme widerspiegeln, war eine der Frage, die die Jury beschäftigte. In dem Fernsehfilm, den wir heute auszeichnen, stehen Personen im Zentrum, die Entscheidungen treffen, für die sie persönlich Verantwortung tragen. Drehbuchautorin Natascha Beller entwickelt zwei lebensnahe Charaktere, deren Lebenswirklichkeit der Film klug verknüpft und ungeschönt zeichnet. Regisseurin Barbara Kulcsar erzählt stilsicher und mit grossem handwerklichem Können.»

 

Der Preis wird seit 1964 von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste verliehen. Ausgezeichnet wird laut Satzung «eine herausragende Produktion, die dem Genre Fernsehfilm inhaltlich und formal wegweisende Impulse gibt». Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste, der Juryvorsitzende, die Festivalleitung und die deutschsprachigen TV-Sender nominieren jeweils zwölf ausgestrahlte, deutschsprachige Fernsehfilme.
Die Preisverleihung fand  am 1. Dezember 2017, in Baden-Baden im Rahmen des Fernsehfilmfestivals statt. (Text SRF)